Privatsphäre im Internet erfordert mehr als finanzielle Transaktionsprivatsphäre. ISPs, Regierungen und Überwachungsdienste überwachen den Internetverkehr. Traditionelle VPNs sind ein Schutzinstrument, aber sie führen einen neuen Vertrauenspunkt ein: den VPN-Anbieter selbst. Dezentralisierte VPN-Dienste (dVPN) versuchen, diesen einzelnen Vertrauenspunkt zu eliminieren.
Das Problem mit traditionellen VPNs
Traditionelle VPNs (ExpressVPN, NordVPN, Mullvad, ProtonVPN) leiten deinen Datenverkehr durch ihre Server. Aber der VPN-Anbieter sieht deinen unverschlüsselten Datenverkehr und kennt deine echte IP-Adresse. "No-Logs"-Richtlinien erfordern Vertrauen in ihre Aussagen.
Wie dVPNs funktionieren
dVPNs ersetzen den zentralisierten Anbieter durch ein Netzwerk unabhängiger Knotenbetreiber. Dein Datenverkehr wird durch Knoten geleitet, die anonymen Betreibern gehören.
Hauptprojekte: Sentinel (Cosmos-Blockchain, DVPN-Token), Mysterium (P2P-Netzwerk, MYST-Token), Orchid (OXT-Token, Multi-Hop-Routing), Tor (dezentrales Onion-Routing, keine Token).
Vorteile gegenüber traditionellen VPNs
Kein einzelner Operator sieht deinen gesamten Datenverkehr. Zensurresistenz. Anonyme Zahlungen mit Krypto.
Einschränkungen
Generell langsamer als traditionelle VPNs. Die Qualität der Knoten variiert. dVPN-Netzwerke sind deutlich kleiner als große VPN-Netzwerke.



